Wien verwandelt sich jedes Jahr ab November in eine Stadt voller Punschstände, Lichterketten und Kunsthandwerksbuden. Rund zwei Dutzend Weihnachtsmärkte verteilen sich über die Innenstadt und die Bezirke, von der Prachtkulisse vor dem Rathaus bis zum barocken Ambiente in Schönbrunn. Wer seinen Wienbesuch rund um die Adventzeit plant, sollte die Termine der einzelnen Märkte kennen, denn sie unterscheiden sich teils deutlich in Öffnungsdauer und Charakter.
Kurzzusammenfassung
- Die großen Wiener Weihnachtsmärkte am Rathausplatz, in Schönbrunn und am Stephansplatz haben ihre Termine für die Saison 2025 bereits fixiert und öffnen überwiegend zwischen Anfang und Mitte November.
- Wer auch nach Heiligabend noch stimmungsvolle Punschstände sucht, findet in Schönbrunn und am Riesenradplatz im Prater Märkte, die bis zum 6. Jänner geöffnet bleiben.
- Der Eintritt ist bei den meisten Wiener Weihnachtsmärkten kostenlos, Ausgaben entstehen lediglich für Speisen, Getränke und Fahrgeschäfte.
Die wichtigsten Weihnachtsmärkte und ihre Termine
Der Christkindlmarkt am Rathausplatz gilt als das Herzstück der Wiener Adventzeit. Für 2025 öffnet er Mitte November und bleibt traditionell bis zum 26. Dezember bestehen, täglich zwischen 10 und 22 Uhr, am Heiligen Abend nur bis 18:30 Uhr. Rund 96 Stände reihen sich vor der beleuchteten Rathausfassade, dazu kommt eine Eisbahn im angrenzenden Park, die häufig bis in den Jänner hinein genutzt werden kann. Erreichbar ist der Markt bequem mit der U-Bahn über die Stationen Rathaus oder Volkstheater.
Der Weihnachtsmarkt vor Schloss Schönbrunn öffnet am 6. November 2025 und bleibt außergewöhnlich lange bestehen, bis zum 6. Jänner 2026. Die Öffnungszeiten liegen bei täglich 10 bis 21 Uhr, mit verkürzten Zeiten am 24. Dezember und erweiterten Zeiten zwischen den Feiertagen. Die Kulisse vor dem kaiserlichen Schloss macht diesen Markt zu einem der fotogensten der Stadt.
Am Stephansplatz im Herzen der Innenstadt öffnet der Markt am 8. November und schließt am 26. Dezember 2025. Die zentrale Lage direkt am Stephansdom macht ihn zu einem naheliegenden Zwischenstopp bei jedem Stadtbummel. Wer nach Ruhe und historischem Flair sucht, findet diese eher am Spittelberg, wo Kunsthandwerk und kleinere Stände in den engen Gassen des Biedermeierviertels dominieren. Für 2026 hat dieser Markt bereits einen Termin veröffentlicht: 13. November bis 23. Dezember.
Märkte, die über Weihnachten hinaus geöffnet bleiben
Nicht jeder Markt schließt am 24. oder 26. Dezember. Wer seine Reise nach Wien erst zwischen den Feiertagen oder zu Silvester plant, hat trotzdem Auswahl:
- Schloss Schönbrunn: geöffnet bis 6. Jänner 2026
- Wintermarkt am Riesenradplatz im Prater: geöffnet bis 6. Jänner 2026, an Silvester sogar bis 2 Uhr morgens
- Schloss Belvedere: geöffnet bis 31. Dezember 2025
- Böhmischer Prater: geöffnet bis 28. Dezember 2025
Der Wintermarkt am Riesenradplatz verdient dabei besondere Erwähnung. Er öffnet am 21. November 2025 und kombiniert klassische Punschstände mit Fahrgeschäften des angrenzenden Praters. An Wochenenden und Feiertagen beginnt der Betrieb bereits um 11 Uhr, an Werktagen um 12 Uhr, geschlossen wird jeweils um 22 Uhr – außer zu Silvester und Neujahr, wenn bis in die Nacht gefeiert wird.
Praktische Hinweise für den Besuch
Ein Detail, das viele Besucher überrascht: Der Eintritt zu den Wiener Weihnachtsmärkten ist bei fast allen großen Standorten kostenlos, darunter Schönbrunn, Belvedere und der Prater-Wintermarkt. Kosten entstehen ausschließlich für Verzehr, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte wie Karussells oder die Eisbahn. Wer sparen möchte, kann also gefahrlos mehrere Märkte an einem Tag besuchen, ohne mehrfach Eintritt zu zahlen.
Für die Anreise empfiehlt sich durchgehend der öffentliche Verkehr. Rund um die zentralen Märkte wie den Rathausplatz gibt es kaum Parkmöglichkeiten, dafür aber gute U-Bahn-Anbindungen. Die schönste Zeit für einen Besuch ist der frühe Abend, sobald es dunkel wird und die Lichterdekoration voll zur Geltung kommt.
Am 24. Dezember schließen die meisten Märkte deutlich früher als sonst. Der Rathausplatz macht bereits um 18:30 Uhr zu, Schönbrunn um 16 Uhr, der Wintermarkt im Prater ebenfalls gegen 17 Uhr. Wer den Heiligen Abend noch für einen Marktbesuch nutzen will, sollte entsprechend früh planen. Zwischen den Feiertagen verlängern viele Märkte hingegen ihre Öffnungszeiten wieder auf das normale Niveau.
Familien und besondere Konzepte
Für Familien mit Kindern lohnt sich ein Blick auf Märkte mit eigenem Kinderprogramm. Der Rathausplatz bietet neben der Eisbahn auch ein Kinderkarussell, am Karlsplatz und im Türkenschanzpark gibt es kleinere, ruhigere Standorte mit Fokus auf Kunsthandwerk und Familienaktivitäten. Wer wetterunabhängig feiern möchte, findet mit dem Indoor-Format „WIENterzauber“ in der Marx Halle eine Alternative, die von Ende November bis Neujahr läuft.
Ein Punkt, der bei der Planung häufig übersehen wird: Termine können sich von Jahr zu Jahr leicht verschieben, und einzelne Märkte pausieren gelegentlich wegen Bauarbeiten oder organisatorischer Änderungen. Wer eine Reise fest bucht, sollte die aktuellen Daten kurz vor Abreise auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Märkte noch einmal bestätigen, besonders wenn die Reise erst im Herbst des betreffenden Jahres gebucht wird.
Häufige Fragen
Welcher Weihnachtsmarkt in Wien ist am längsten geöffnet?
Der Weihnachtsmarkt vor Schloss Schönbrunn und der Wintermarkt am Riesenradplatz im Prater bleiben mit einer Öffnung bis zum 6. Jänner am längsten bestehen. Beide eignen sich damit besonders für Reisen zwischen den Feiertagen oder über Silvester.
Muss man für die Wiener Weihnachtsmärkte Eintritt bezahlen?
Nein, der Zugang zu den meisten Märkten wie Schönbrunn, Belvedere, Rathausplatz und dem Prater-Wintermarkt ist kostenlos. Kosten fallen nur für Speisen, Getränke, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte an.
Welcher Markt eignet sich am besten für einen Besuch mit Kindern?
Der Rathausplatz punktet mit Eisbahn und Kinderkarussell, während der Wintermarkt im Prater zusätzlich die angrenzenden Fahrgeschäfte bietet. Auch der Markt im Türkenschanzpark gilt als familienfreundlich und ruhiger als die stark besuchten Innenstadtmärkte.
Beitragsbild: KI-generiert

